17.02.2020

31:22 Sieg im Spitzenspiel der Bezirksliga gegen HSG Nabburg/Schwarzenfeld

 

Volle Halle, gute Stimmung und ein Spiel auf gutem Niveau – das Spitzenspiel der Bezirksliga Ost hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte. Und es sah mit dem heimischen TB Roding den verdienten Sieger, der mit dem klaren 31:22 Sieg gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld auch den direkten Vergleich mit dem Spitzenreiter der Liga für sich entschied. Die Gäste aus Nabburg/Schwarzenfeld bleiben aber immer noch mit einem Punkt Vorsprung vor den Rodinger Handballern und zeigten am Sonntag, dass sie mit ihrer Leistung wahrscheinlich diesen Punkt nicht mehr hergeben werden.

Am Sonntag zeigte allerdings der Gastgeber aus Roding, dass die Niederlage im Hinspiel ein Ausrutscher war – für die Meisterschaft allerdings ein entscheidender.

 

Natürlich freute man sich im Rodinger Lager über den Sieg, allerdings blieb die Freude insgesamt verhalten, immerhin hat man noch vier Ligaspiele vor sich, die man allesamt konzentriert angehen will und wenn man am Ende auf dem zweiten Platz bleibt, heißt es weitere sechs Wochen konzentriert bleiben, bis zu den entscheidenden Aufstiegsspielen gegen den Vizemeister der West-Staffel.

In diesen beiden Relegationsspielen wird Roding wahrscheinlich auf Marius Reitmeier verzichten müssen, der sich am Sonntag ohne Gegnereinwirkung das Außenband im Fuß gerissen hat. Der 20jährige war erst im Dezember zum TB gewechselt und ist seitdem immer mehr ein wichtiger Teil der Mannschaft geworden.

 

Überhaupt machte das weitere Zusammenwachsen der Mannschaft den Unterschied zum Hinspiel aus. Im Kader vom Sonntag standen neun Spieler, die letzte Saison noch nicht in Roding gespielt haben. Abteilungsleiter Ernst Eiselt resümierte, dass es in der Vorrunde noch das ein oder andere Spiel gab, wo die Spielzüge noch nicht so funktionierten, wo noch nicht jeder wusste, was sein Nebenmann jetzt gerade machen wollte. „Inzwischen sieht man aber deutliche Verbesserungen. Wir leben nicht mehr nur von der individuellen Klasse der einzelnen Spieler“. Am Sonntag war es neben der individuellen Klasse eine mannschaftlich geschlossene Leistung, die den Ausschlag für den klaren Sieg gab. „Wir haben von jeder Position Tore gemacht“.

 

Tatsächlich aber war Trainer Jiri Piroch im ersten Abschnitt nicht zufrieden mit seiner Truppe. „Unsere Abwehrarbeit war exzellent, aber offensiv haben wir in der ersten Halbzeit wieder zu eng gespielt. Wir haben die Außen nicht mitgenommen und zu sehr auf die Mitte konzentriert“. So entwickelte sich in den ersten 30 Minuten ein recht zähes Spiel, mit nur wenigen Toren. Beim 4:3 durch Hugo nach gut 10 Minuten konnte der TB erstmals in Führung gehen. Beide Mannschaften kamen zu wenigen Chancen, die TB´ler konnten ihre wenigstens besser nutzen. Vor allem aber durch Tempogegenstöße, die man sich durch die gute Leistung in der Abwehr ermöglichte. Bis zum 12:7 nach 26 Minuten konnte man sich einen Vorsprung erarbeiten. In doppelter Unterzahl musste man dann aber drei Gegentore hinnehmen und man ging mit 12:10 in die Pause.

 

In der Kabine konnte Piroch seine Mannschaft noch einmal justieren. Vom Start in die 2. Halbzeit weg sah man im Angriff klare Verbesserungen. Jetzt bekamen die Außen deutlich mehr Bälle als zuvor, was der Abwehr des Gastes gar nicht schmeckte. Weh auf rechts machte drei schnelle Tore zum 15:11, Hugo erhöhte per Strafwurf auf 16:11. Überhaupt konnte Nabburg/Schwarzenfeld die Rodinger oft nur durch Fouls stoppen, was zu insgesamt sieben Strafwürfen führte, wovon Roding sechs verwandeln konnte. Die Abwehr der Gäste musste sich jetzt nach rechts verlagern, was Vincent Deml auf linksaußen den Platz gab, ab der 40. Minute fünf Mal einzunetzen.

Die Abwehr stand noch sicherer, als in Halbzeit Eins. Obwohl körperlich überlegen, kamen die ansonsten so treffsicheren Spieler der HSG selten zum Abschluss; sie wurden zu Fehlern gezwungen oder die Würfe waren sichere Beute von Torwart Kienzl.

 

Roding konnte sich bis zur 45. Minute entscheidend zum 21:12 absetzen. Reitmeier war dabei im linken Rückraum ständiger Gefahrenherd und glänzte mit seinen Zuspielen auf Außen und auf den Kreis. Nach dem 26:16 nach 51 Minuten setzte er zu einem Wurf an und verletzte sich beim Aufkommen auf dem Hallenboden so schwer, dass er nur mit Hilfe seiner Mitspieler das Feld verlassen konnte.

 

Wahrscheinlich auch wegen der Verletzung ihres Kollegen waren die Rodinger die nächsten Minuten unkonzentriert. Abspielfehler und schlechte Abschlüsse ermöglichten es den Gästen, zu verkürzen. Freilich war dieses Spiel längst entschieden. Es ging aber auch um den direkten Vergleich und der war beim Stand von 28:22 nach 56 Minuten wieder auf Seiten der HSG.

Der TB Roding konnte sich in diesem Spiel aber auch auf Torwart Tom Kienzl verlassen – der im Hinspiel sein einziges Spiel in dieser Saison verpasste – und der mit zwei Paraden sein Team wieder auf Spur brachte. Die letzten Tore der Partie, darunter ein toller Kempa von Vincent Deml, gehörten wieder den Hausherren, die damit auch in der Höhe verdient mit 31:22 die Partie nach Hause brachten.

 

„Heute haben wir gut gespielt, wir hätten noch mehr Tore machen können. Anders als im Hinspiel hatten wir heute auch einen guten Kopf, wir wollten heute einen hohen Sieg. Ich bin zufrieden mit meinen Jungs“, so das Fazit von Trainer Piroch.

 

Tatsächlich kann die Schwächephase in der Vorrunde, wo man durch Verletzungen viele Spiele nur ersatzgeschwächt antreten konnte, dem TB Roding die Meisterschaft kosten. Aber in der Form vom Sonntag braucht man in Roding keine Angst haben vor den Aufstiegsspielen.

Unwahrscheinlich, dass die HSG Nabburg/Schwarzenfeld noch Punkte lässt, Roding wird sich mit dem zweiten Platz begnügen müssen; aber der direkte Vergleich wurde gewonnen und am Sonntag haben die TB´ler die Kräfteverhältnisse in der Liga wieder zurechtgerückt.

 

 

 

Für den TB im Einsatz:

Kienzl, Wensauer – Riedl (1), Kreidl (3), Reitmeier, Schoierer (3), Zeus (2), Standecker (2), Davidek, Tous (1), Deml (5), Hugo (9/6), Weh (5), Sonnleitner, L. Schoierer

 

HSG Nabburg/Schwarzenfeld:

Strejc, Sturm – Landgraf (4), Müller (1), Gsödel (1), Kuebler, Fenchl (1), Schanderl (4), Birner, Pflamminger, Strejk (2), Blödt (6/3), Domaier (3), Fuhrmann

 

7m: 7/6 – 4/3

 

2min: 5 – 3

 

 

Torfolge: 2:3, 6:3, 7:6, 11:7, 12:10 – 15:11, 21:12, 23:15, 26:16, 28:22, 31:22