16.11.2019

TB Handballer mit Unentschieden

Auf und ab beim 32:32 in Oberviechtach

 

Einen weiteren Punktverlust mussten die Rodinger Handballer am Samstag beim 32:32 Unentschieden bei  HV Oberviechtach hinnehmen. Dabei strapazierten sie die Nerven aller Beteiligten aufs Äußerste. Zwei 7m in den letzten 5 Sekunden entschieden die Partie.

Dabei sah es die ersten 20 Minuten nach einem recht ruhigen Abend für alle aus. Mit großem Tempo begannen die TB´ler die Partie, aggressiv in der Defensive und abschlusssicher in der Offensive. Die starke Rückraumreihe der Gastgeber hatte man weitgehend unter Kontrolle, beinahe jeder Angriff Oberviechtachs endete im Zeitspiel. Vorne waren es Weh, Hugo und Deml, die eine komfortable Führung für ihre Mannschaft erspielten. Nach 20 Minuten nahm Oberviechtach beim Stand von 5:12 die Auszeit.

Roding zollte jetzt ihren hohen Anfangstempo Tribut, Wechselmöglichkeiten waren aufgrund der vielen Verletzen nicht viele vorhanden. Oberviechtachs schnelle Mitte und erste Welle war jetzt erfolgreicher als zu Beginn. Nach 24 Minuten versuchte Piroch darauf zu reagieren und nahm seinerseits eine Auszeit beim Stand von 8 zu 14.

Nach dem Team-Timeout folgte aber ein totaler Einbruch bei seinen Spielern. Beinahe jeder Angriff des TB endete im Ballverlust oder der Abschluss war ohne Erfolg. Sechs Tempogegenstöße später machten die Hausherren den vielumjubelten Ausgleich zum 14:14, ehe Hugo wenige Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit doch noch einmal die Führung erzielen konnte.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser. Gegen die überfallartigen Angriffe der Hausherren fanden die TBler keine Lösung; jedes Rodinger Tor wurde umgehend mit einem Gegentor beantwortet; die Rodinger waren zu langsam in der Rückwärtsbewegung und schafften es einfach nicht, Oberviechtach von der Gefahrenzone fern zu halten. Bis zur 40. Minute führte jeder Angriff Ovis zum Gegentor; nach 38 Minuten gingen sie mit 21:20 erstmals in Führung. Dass die Abwehr der Hausherren ebenfalls nicht sattelfest war, hielt Roding in dieser Phase noch im Spiel; mehr als zwei Tore kam Oberviechtach nicht weg. Bis zum 27:27 nach 51 Minute konnte Roding immer wieder ausgleichen und ging dann selbst wieder mit 27:29 in Führung; jetzt hatte man sogar die Chance, den Vorsprung noch auszubauen, ein Tempogegenstoß konnte aber nicht genutzt werden. Jetzt waren es die Gastgeber, die immer wieder den Ausgleich schafften, in Führung konnten sie aber nicht mehr gehen.

 

In den letzten 40 Sekunden überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst gelang Weh das 30:31 für Roding, 15 Sekunden später glich Oberviechtach per Strafwurf aus. Noch 20 Sekunden zu spielen, genug Zeit für Roding, um noch einmal den Abschluss zu suchen. Tatsächlich kam Roding noch einmal an den gegnerischen Kreis, wurde gefoult und bekam einen 7m zugesprochen. Lautstark forderte die Oberviechtacher Bank, die Uhr anzuhalten, was die Unparteiischen auch taten, obwohl der Regel nach unnötig. Da zeigte die Hallenuhr 59:55 Minuten an, als Hugo zum Strafwurf antrat, nach ein, zwei Sekunden warf und erfolgreich zum 31:32 für Roding traf.

Jetzt nahm Oberviechtach schnell das Team-Time-Out. Vehement forderten sie, dass die Zeit um einige Sekunden korrigiert werden müsste („man kann es ja mal probieren“, war deren Aussage), was ihnen die Unparteiischen aus unerfindlichen Gründen auch zugestanden. Nach der Auszeit zeigte die Hallenuhr 59:54. Vier Sekunden, die das Spiel entschieden.

Eigentlich wäre das Spiel jetzt schon zu Ende gewesen, aber so erhielten die Hausherren noch einmal die Chance für einen ihrer Schnellangriffe und tatsächlich, wie auf der Gegenseite passierte das Foulspiel, zwar weit weg vom Rodinger Kreis, aber strafwürdig und da in den letzten 30 Sekunden, sah der Rodinger die Rote Karte und es gab den 7m für die Gastgeber; diese ließen die restliche 1 Sekunde ablaufen und trafen dann zum 32:32 Endstand.

 

Auch wenn eine „unglückliche“ Entscheidung der Schiedsrichter Roding einen Punkt kostete, muss man feststellen, dass Oberviechtach diesen Punkt verdient hat. Roding muss sich fragen, warum man immer nur phasenweise guten Handball spielen kann und in engen Spielen das Nervenkostüm nicht im Griff hat. Oberviechtach zeigte am Samstag eine große kämpferische Einstellung und verdiente sich so den Punkt. Für Roding war es am Ende ein Punktverlust.

 

Jetzt ist man aber auch froh, dass man nach drei schweren Auswärtsspielen wieder zu Hause antreten darf. Am 01. Dezember folgt die Partie gegen HC Weiden.

 

 

Für Roding im Einsatz: S. Geier, Kienzl, Wensauer – Riedl, Kreidl, T. Schoierer (1), Zeus (3), Standecker (2), L. Schoierer (4), Deml (4), Hugo (13/4), Weh (5)