22.02.2022

31:22 Sieg im Derby gegen Nabburg-Schwarzenfeld

 

Die Ausgangslage vor dem Spiel der Rodinger Handballer gegen die HSG Nabburg-Schwarzenfeld war klar; beide Mannschaften wollen den 3. Tabellenplatz erreichen, um in die Playoffs zu kommen, beide Mannschaften mussten die Partie gewinnen, um dieses Ziel zu erreichen, beide Mannschaften konnten aber am Sonntag nur ersatzgeschwächt antreten. Auf beiden Seiten fehlten wichtige Spieler, beim TB fehlten mit Steinbauer, Kreidl und Schäffel eine ganze Rückraumreihe, alle wegen Corona, aus dem gleichen Grund fehlte auch Coach Piroch. Und beim TB gingen weitere Spieler angeschlagen in das Match.

Dennoch hatte man sich viel vorgenommen, man wollte die Leistung der Vorwoche aus dem Spiel gegen den ESV Regensburg bestätigen. Aber vor den gut 150 Zuschauern starteten die TB Handballer zerfahren in die Partie. Die ersten 10 Minuten waren geprägt von leichtsinnigen technischen Fehlern, ungenauen Pässen und Fehlwürfen und auch in der Abwehr tat man sich schwer, bekam keinen Zugriff, obwohl das Tempo im Nabburger Angriffsspiel nicht hoch war. Dass es nur 5-5 stand verdankte man in dieser Phase Torwart Geier, der einige schöne Paraden zeigen konnte.

Nach gut 10 Minuten kam die erste Wende im Spiel. Die Schiedsrichter zeigten Nabburgs Kapitän Schanderl die rote Karte. Sie sahen einen beidhändigen Schlag gegen Rodings Schoierer. Es dauerte einige Minuten, bis sich die Gäste von dieser Entscheidung erholten. Roding nutzte dies und ging bis zur 20. Minute mit 12:6 in Führung. Angesichts der deutlichen Überlegenheit fiel man jetzt aber wieder zurück in die fehlerhafte Spielweise der ersten Minuten. Man spielte keine Konzepte, verging sich in Einzelaktionen und versuchte jetzt auch noch Kunststückchen, die allesamt misslangen. So ging man mit 15:9 in die Halbzeitpause.

Trotz des 6-Tore Vorsprungs hatte man nicht das Gefühl, dass die Partie schon entschieden war. Und dieses wurde dann auch bestätigt. Jetzt musste man auch noch auf Mittespieler Tous verzichten, der mit Kreislaufproblemen in der Kabine blieb. Und zumindest mit dem Kopf waren auch seine Mitspieler noch nicht auf dem Platz. In allen Bereichen war das Rodinger Spiel fehlerhaft und unerklärlicherweise gab es auch kein Aufbäumen gegen das Drohende Unheil; denn die HSG Nabburg-Schwarzenfeld nutzte diese Schwächephase des Heimteams und holte Tor um Tor auf.

Nach 43 Minuten musste Co-Trainer Wagner schon sein Team-Timeout nehmen, als Nabburg bis auf 18:17 verkürzen konnte. 2 Tore von Hugo brachten den TB zwar wieder in Front, aber 10 Minuten vor dem Ende hatte die HSG die Chance auszugleichen. Aber den guten Wurf konnte Kaiser entschärfen, Roding konnte den Vorsprung wieder etwas ausbauen. HSG Trainer Heiduk beschwerte sich in dieser Phase über einige Schiedsrichterentscheidungen gegen sein Team.

In der 52. Minute musste auch er sein Team-Timeout nehmen, aber es half nichts mehr. Der TB war jetzt wieder auf die Siegesstraße eingebogen. 2 Tore vom Kreis von Rückkehrer Standecker, 2 Gegenstoßtore von Wagener und zum Abschluss Schoierer mit einem erfolgreichen Wurf mit dem Rücken zum Tor brachten am Ende den deutlichen 31:22 Sieg des Heimteams. Dieser Abstand entsprach aber nicht dem Spielverlauf.

Jetzt hat man zwei Wochen Zeit zu regenerieren, die vielen kleinen und großen Blessuren zu heilen und körperlich wieder auf die Höhe zu kommen. Und dann wird man hoffentlich keine Coronaausfälle zu verkraften haben. Dann fahren die TB-Handballer als Tabellenführer am 5. März zum HC Sulzbach-Rosenberg.

 

Für Roding im Einsatz:

Geier, Kaiser, Kienzl (n.e.)

Riedl (2), Standecker (2), Homneac (1), Schoierer (8), Davidek, Wagener (2), Tous (1), Deml (3), Hugo (6/3), Aschenbrenner (1), Weh (5)

7m: 3/3 – 2/1

 

2min: 2 -4; rote Karte gegen Schanderl (HSG Nabburg-Schwarzenfeld)