20.03.2022

Ein denkwürdiges Spiel sahen am Samstag die Zuschauer beim Gastspiel der Rodinger Handballer bei der HSG Nabburg-Schwarzenfeld. Der TB gewann am Ende deutlich und verdient mit 20:29.

Vor der Partie galt der Tabellenzweite aus Roding als Favorit beim Tabellenletzten der BOL-Oststaffel, auch wenn Trainer Piroch auf Schoierer, Standecker und Steinbauer verzichten musste, Weh und Schäffel noch angeschlagen in die Partie gingen.

Die Hiobsbotschaft kam dann aber eine Stunde vor dem Spiel mit der Nachricht, dass Piroch auf dem Weg nach Nabburg mit gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und damit auch noch Tous und Davidek nicht zum Spiel kommen konnten.

Mit einem Rumpfkader musste Co-Trainer Wagner die Partie bestreiten und auch wenn er in der Kabine trotz alledem noch betonte, dass man immer noch jede Chance auf die Punkte hätte, gingen die TBler doch recht angeschlagen in die Partie.

 

Und die begann auch den Umständen entsprechend. Nach der 1:0 Führung hatte die neu formierte TB-Abwehr den Hausherren wenig entgegenzusetzen. Und im Angriff häuften sich nach fünf Minuten die Fehler. 5:1 stand es nach 10 Minuten, 7:2 nach 15, nach der Rodinger Auszeit ging das Heimteam mit 9:3 in Führung. Wenige in der stimmungsvollen Halle hätten noch Geld auf einen Rodinger Erfolg gesetzt, auch wenn jetzt – sogar in Unterzahl – auf 9:6 verkürzen konnte. Als aber dann Schäffel zwei Mal per Gegenstoß den Anschluss schaffte, war die Hoffnung auf einen Erfolg wieder da. Aud der anderen Seite spürte man die Verunsicherung beim Gastgeber. Kurz vor Ende der ersten Hälfte schaffte Hugo den Ausgleich, Nabburg rettete zum 13:12 noch die knappe Führung in die Pause.

 

Zur gelungen Aufholjagd kam dann auch die Nachricht von Jiri Piroch selbst, dass es ihm wieder besser gehe. Seinen Geburtstag am Sonntag konnte er schon wieder zu Hause feiern.

 

Für den angeschlagenen Schäffel war die Partie allerdings beendet, was es für die eh schon eingeschränkten Wechselmöglichkeiten für den TB nicht einfacher machte. Dennoch gelang Roding zum 14:14 der erneute Ausgleich und dann ging man durch Riedl mit 14:15 erstmals seit Beginn der Partie wieder in Führung.

Vielleicht die entscheidende Szene in der Partie war dann die rote Karte für Nabburgs Schießl, der Dominik Weh beim Gegenstoß foulte und dafür das Feld verlassen musste. In den nächsten Minuten erhöhte Roding die Führung kontinuierlich. Überhaupt waren die Schiedsrichter am Samstag angesichts der keineswegs harten Partie sehr „zeigefreudig“. Gleich 17 Mal schickten sie einen Spieler auf die Strafbank (10x Nabburg, 7x Roding), inklusive zweier roter Karten. Beide Mannschaften haderten auch sonst mit einigen zumindest fragwürdigen Entscheidungen.  

 

Nach 47 Minuten beim Stand von 16:22 musste auch Riedl rot das Feld verlassen. Die Schiedsrichter hatten ihn überraschend als Übeltäter eines harten Fouls auserkoren. Jetzt mussten die verbliebenen sechs TBler die Partie ohne Wechselmöglichkeit zu Ende bringen.

Verwunderlich war, dass die Hausherren trotz vollem Kader kräftemäßig noch mehr abbauten als der Gast aus Roding, der sich auch nicht mehr verunsichern ließ, als die HSG Nabburg-Schwarzenfeld nach der roten Karte für Riedl kurzzeitig auf vier Tore verkürzen konnte. In der 53. Minute war die Partie bei 19:27 endgültig entschieden.

In den restlichen Minuten gab es mehr Zeitstrafen als Tore, alle Beteiligten an der Partie waren froh, dass es dann zu Ende war.

 

Für den TB Roding im Einsatz:

Geier, Kienzl – Riedl (4), Kreidl (2), Homneac (2), Wagener (3), Deml (5), Hugo (6/2), Schäffel (4), Weh (3)

 

7: 1/1 – 2/2

 

2min: 9 – 6

Rote Karten: Schießl (HSG Nabburg-S./40. Min) – Riedl (TB Roding/48. Min.)