16.08.2019

ESV Regensburg nicht nur eine Liga besser

Rodinger Handballer ohne Chance bei deutlicher Testspiel-Niederlage

 

Am Freitag Abend wurden die Rodinger Handballer vom ESV 27 deutlich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Nach zwei recht erfolgreichen Tests, musste sich die Truppe von Trainer Jiri Piroch deutlich mit 17:35 geschlagen geben. Piroch war dennoch mit dem Test nicht unzufrieden: „Das sind genau die Gegner, die wir brauchen, damit wir sehen, dass wir noch weit von dem weg sind, wo wir uns vielleicht schon gesehen haben. In solchen Spielen können wir aber auch lernen“.

 

Piroch musste auf Weh, Standecker, Deml und Kreidl verzichten, damit waren die Alternativen im Rückraum, aber auch in der Abwehr dünn. So waren die Eisenbahner in jeglicher Hinsicht überlegen; körperlich, läuferisch und spielerisch. Mit der Leistung seiner Truppe konnte der TB-Trainer trotz der Unterlegenheit nicht zufrieden sein. „Wir haben viel zu schnell aufgegeben und waren dann viel zu unkonzentriert, vielleicht auch gefrustet. Und auch unser Rückzugsverhalten hat mir nicht gefallen.“

 

Gleich zu Beginn der Partie konnte der ESV die Fronten klären; nach zwei Balleroberungen durch eine kompakte und aggressive Abwehrarbeit ging er mit 0:3 in Führung. Roding konnte durch Zeus zweimal verkürzen, ehe Regensburg erneut durch Tempogegenstöße die Führung bis zur 15. Minute auf 4:9 ausbaute. Erwähnenswert dabei die punktgenauen Gegenstoßpässe von ESV-Torhüter Roy Müller, die es seinen Mitspielern leicht machten, zum Abschluss zu kommen.

 

In der Abwehr sah Piroch die größten Baustellen seiner Mannschaft. Dort fehlte die Bindung zwischen den einzelnen Teilen, die Mitte wurde durch schnelle und sichere Pässe der Regensburger immer wieder geöffnet und wenn es über die Halben nicht funktionierte, wurden die Außen frei gespielt; Torhüter Kienzl sah sich viel zu oft alleine gegen einen frei abschließenden Gegner.

Bis zur 20. Minuten konnte der ESV auf 4:13 erhöhen; in dem Tempo ging es weiter bis zum 8:17 Halbzeitstand.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte man kurz annehmen, Regensburg würde die Zügel etwas lockerer lassen, als Roding schnell auf 10:17 verkürzte, aber weiterhin machte der TB im Angriff viel zu viele technische Fehler bzw. suchte zu schnell und unvorbereitet den Abschluss; diese Geschenke wurden vom ESV natürlich gerne angenommen und das gleich 9 Mal in Folge zum Stand von 10:26.

Erst jetzt ließ der ESV in der Abwehr etwas mehr zu und Roding kam in den letzten 10 Minuten öfter zum Torerfolg.

 

Trotz der deutlichen Niederlage war der Test wichtig für die neu formierte Rodinger Truppe und Trainer Jiri Piroch wird seine Schlüsse daraus ziehen. Am Freitag jedenfalls lag zwischen den TB´ler und dem ESV mehr als nur eine Liga.